Blumen und Brot

Frühling in Marokko in der Nähe von Kenitra

Unterwegs durch Marokko Richtung Süden,
erlebe ich trotz des schwierigen Anfangs
und meiner Angespanntheit immer wieder
Momente des Staunens und eine Ahnung von Glück.

Ich muss an einen  Ausspruch,
sinngemäß nach Hakushu Khitara denken:

Ich habe Brot gekauft
und
Blumen bekommen.

Wie glücklich ich bin,
beides in meinen Händen zu halten.

On the road

Irgendwie scheint unser Anfang in Marokko holprig. Abdel meint zwar, dass ich alles richtig gemacht hab und einfach nur Pech hatte, aber so langsam zweifle ich dran.

Auch im Kinderdorf Dar Bouidar bei Marrakech können wir nicht bleiben.
Die Hunde auf dem Gelände lassen Butyi als neuen Hund nicht zu, wir kommen noch nicht mal zu Fuß bis ans Tor, um laufen zu gehen… Butyi stundenlang alleine in meinem Zimmer lassen, während ich im Dorf bei den Mamans und den Kindern bin, kommt für mich nicht in Frage. Mitnehmen zu den Kindern darf ich ihn nicht. Also heißt es, wieder weiterfahren…

Langsam aber sicher geht es sowohl dem Hund auch als mir an die Substanz. Wir wollen jetzt endlich und einfach nur irgendwo ankommen und uns nur um uns kümmern müssen!
Die Idee mit den sozialen und pädagogischen Organisationen zum Einleben passt daher für uns nicht. Tatsächlich komme ich gut klar mit meinem Französisch und den Anfängen in Tamazight. Die Angst, nicht klar zu kommen und meine Vorkehrungen um einen ersten Anlaufpunkt zum (sprachlichen) Ankommen waren überflüssig.
Für mich bedeutet dies: Wir suchen einen Ort, an dem wir jetzt einfach nur für uns sein und leben können und werden dort auf uns zukommen lassen, was sich ergibt.

Es geht also weiter und sobald wir „unseren“ Ort gefunden haben und zur Ruhe gekommen sind, hört ihr von mir.

Ar shwinar, inshallah!